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Von der Wildnis zur Heimat

Österreichs Wald heute ist eine seit Generationen von Menschenhand geprägte Kulturlandschaft, echte Umwälder beschränken sich auf Reliktvorkommen. Trotzdem ist der Wald das naturnächste Landschaftselement, die Naturressource schlechthin.

Dies nicht zuletzt deshalb, da sich die Forstwirtschaft um ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur bemüht, unter Bedachtnahme auf natürliche Entwicklungszyklen und auf Grundlage ökosystemarer Erkenntnisse.
Während der Urwald im Kreislauf des Werdens und Vergehens sich selbst überlassen bleibt, steuern im Kulturwald menschliche Eingriffe die Waldentwicklung. Waldpflegemaßnahmen erhöhen die Stabilität der Wälder und begünstigen erwünschte Baumarten, rechtzeitiges Entfernen von Altbäumen schafft Licht und Raum für die rasche, natürliche Waldverfüngung oder die Aufforstung. Die Ernte alter, hiebsreifer Bäume nimmt die Zerfallsphase des Urwaldes vorweg, sichert damit die wirtschaftliche Verwertbarkeit des Rohstoffes Holz und verhindert flächiges Zusammenbrechen der Wälder. Die Steuerung der Waldentwicklung gewährleistet, dass der Wald all seine Wirkungen - insbesondere die Schutzwirkung - dauerhaft erfüllen kann.

Der Wald ist auch ein wahres Leistungswunder. Er erbringt eine Vielfalt unersetzbarer Leistungen für uns Menschen und unsere Umwelt. Er liefert den nachwachsenden, umweltfreundlichen, natürlichen Rohstoff Holz, zu dem es heute wohl keine sinnvolle Alternative gibt.

 

Schutz vor Lawinen

Ein ungleichaltriger, mehrstufiger und in sich gut geschlossener Waldbestand ist der beste Schutz gegen die Entstehung von Lawinen unterhalb der Waldgrenze beziehungsweise der beste natürliche "Bremsverbau" gegen oberhalb des Waldgürtels anbrechende Schneeereignisse.

Der Wald hebt das Windfeld, wirkt ausgleichend auf die Schneeablagerung und verhindert die Ausbildung zusammenhängender Spannungszonen in der Schneedecke, wobei sich letztere zudem im Umfeld der Bäume stark verfestigt.

Das Forstgesetz faßt diese umfassenden Waldleistungen zur Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungswirkung zusammen. In der Regel erfüllt jede Waldfläche mehrere Wirkungen zugleich. Der Waldentwicklungspaln stellt die Waldwirkungen flächendeckend, gewichtet nach ihrer Bedeutung dar. Jene, die im vorrangigen öffentlichen Interesse steht, ist die Leitfunktion.

Quelle: Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Umwelt & Wasserwirtschaft